Herbstzeit ist Kürbiszeit

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Wie das orange Gemüse das Sauerland erobert

Wer hätte es gedacht, aber wie viele andere Gemüse ist auch der Kürbis ursprünglich keine deutsche oder zumindest europäische Frucht. Seefahrer brachten seine Samen im 16. Jahrhundert aus Mittel- und Südamerika - wo er Jahrtausende lang als Grundnahrungsmittel angebaut  wurde - mit nach Europa. Längst ist er auch bei uns im Sauerland heimisch und gehört wie kein anderes Gewächs untrennbar zur herbstlichen Jahreszeit dazu.

Die Frage, ob der Kürbis (Cucurbita pepo, Cucurbita maxima) nun eigentlich ein Obst oder Gemüse ist, hat definitiv das Potential, die Grundfesten der Wissenschaft zu erschüttern, zumal der Kürbis die Kriterien beider Kategorien erfüllt. Ein Ausweg aus dem Dilemma gelang findigen Wissenschaftlern, als sie die botanische Definition für Obst mit der Lebensmitteldefinition für Gemüse unter einen Hut brachten. So war schließlich die Begrifflichkeit „Fruchtgemüse“ geboren.

Der Geschmack des Kürbis ist süßlich-nussig und er lässt sich in Zeiten des vegetarisch-veganen Koch-Booms wunderbar zu gleichsam sättigenden und dennoch kalorienarmen Speisen (100 g Kürbis haben nur 25 Kalorien) sowie zu unvergesslichen Curry-Gerichten verarbeiten. Er ist reich an Vitaminen, Kalium, Zink und anderen Nährstoffen. Die  gelben Sorten sind außerdem wahre Carotin-Bomben.

Obwohl es über 800 verschiedene Kürbissorten gibt, kennt man hierzulande vor allem den Hokkaido-Kürbis und Butternut-Kürbis. Hin und wieder bekommt man auch den etwas größeren Muskatkürbis, einen Spaghettikürbis oder die wegen der starken Verwachsungen schwerer zu verarbeitende, jedoch absolut dekorative wie schmackhafte „Bischofsmütze“. All diese Sorten sind  vielseitig einzusetzen, lecker und überaus gesund. Auf Wochenmärkten oder in gut sortierten Gemüse- und Bioläden finden Sie mit etwas Glück noch viel mehr Kürbis-Sorten, die es lohnt, auszuprobieren.

Der Spaghetti-Kürbis hat seinen Namen beispielsweise daher, weil er beim Braten oder Kochen in lange Stücke zerfasert, die optisch Spaghetti ähneln. Die Bischofsmütze ist leicht erkennbar an ihren Verwachsungen und eignet sich nach dem Entkernen und Aushöhlen perfekt, um stilvoll als dekoratives Suppenbehältnis oder zum Überbacken von Speisen Verwendung zu finden.

Übrigens: Der bislang größte Kürbis der Welt wurde in Amerika gezüchtet und wog stattliche 666,33 kg….

Und hier die Kürbis-Tipps von unserem Küchenchef Thomas Fritz:

·         Kürbisse sollten fest sein und schwer in der Hand liegen.

·         Ein Stück Reststiel verhindert  das Austrocknen.

·         Ob ein Kürbis reif ist, erkennt man beim Einkauf in der Regel daran, dass er beim daran-Klopfen hohl klingt

·         Die meisten Kürbisse halten sich bei kühler, trockener und dunkler Lagerung mehrere Monate.

·         Angeschnittene Kürbisse halten sich im Kühlschrank in etwa eine Woche.

·         Kürbis lässt sich perfekt einfrieren: Einfach in Stücke geschnitten, kurz vorgaren und dann ins Gefrierfach geben. Auch Kürbispüree und Kürbissuppe eignen sich gut zum Einfrieren. So wird aus dem herbstlichen Fruchtgemüse schnell ein Begleiter für das ganze Jahr.

Das Team vom Sunderland Hotel wünscht „Guten Appetit“!

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